Über uns « acompa.Bremen

1. Wer sind wir und wer sind wir nicht

ACOMPA. ist eine Gruppe von Freiwilligen, die Geflüchtete und Migrant*innen begleitet. Begleitet wird z.B. zu Behörden und Ämtern (wie Jobcenter, Ausländerbehörde), zu Ärzt*innen oder auch zu anderen Anlässen.

Wir begleiten ehrenamtlich, anonym und solidarisch. Wir sind unabhängig, das heißt wir arbeiten nicht mit Behörden oder sonstigen staatlichen Einrichtungen zusammen.
Wir sind keine zertifizierten Dolmetscher*innen und auch keine Rechtsanwält*innen und können deshalb keine Rechtsberatung anbieten.

2. Was machen wir und was machen wir nicht

Menschen, die begleitet werden wollen, wenden sich an unsere Gruppe. Allgemein geht es uns vor allem darum, Menschen dabei zu unterstützen, sich bei Behördengängen sicherer zu fühlen, weil eine unabhängige Person mit dabei ist.
Primär bieten wir physische Begleitung an, das heißt, wir sind einfach nur da. Wenn dies gewünscht wird, unterstützen wir auch sprachlich, da sich Mitarbeiter*innen der Behörden oft weigern eine andere Sprache als deutsch zu sprechen.
Während der Termine sind wir nicht gesprächsleitend, sondern versuchen ausschließlich in der Form zu unterstützen, die die begleitete Person wünscht.

3. Warum gibt es uns und warum wir den „Hilfsbegriff“ kritisch sehen

Begleitungen bieten wir an, da in unserer Gesellschaft Menschen aufgrund von rassistischen Vorurteilen, Hautfarbe, Herkunft, Sprache etc. diskriminiert und benachteiligt werden. Dies passiert jeden Tag, überall, ist strukturell und institutionell verankert.
Unserer Ansicht nach sollte unser Begleitungsangebot überflüssig sein, wir sehen diese „Hilfe“ aber aufgrund der strukturellen Missstände als notwendig an.
Insofern grenzen wir uns von der Formel „Hilfe für Geflüchtete“ ab und verstehen unser Angebot als Unterstützung auf Augenhöhe.
Es geht um gemeinsamen Widerstand gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.